Wegen der höchsten Filterwirkung bei guter Filterleistung, des optimalen Preis-Leistungs-Verhältnisses sowie der einfachen Reinigung und Wartung haben sich Sandfilter als ideal für Standardbecken erwiesen. Kartuschen- bzw. Kunststofffilter werden oft bei Aufstell- oder Fertigbecken mitgeliefert, sie erbringen wegen der geringen Filterleistung kaum die erwünschte Wasserreinigung.
Sandfilter
Beim Sandfilter wird das verunreinigte Wasser in den Filterkessel gepumpt, durch den Sand gesaugt, dabei gereinigt und strömt dann wieder in das Becken.
Als Filtermedium fungiert feinkörniger Quarz-Kristallsand mit einer Körnung zwischen 0,4 Millimeter und 0,7 Millimeter. Der Filtersand sollte gewaschen und geglüht sein. Es empfiehlt sich, nur gekennzeichneten Filtersand mit der für die Pumpe ausgelegten Körnung zu kaufen. Auch bei unterschiedlicher Korngröße muss das Filtermaterial von gleichem spezifischem Gewicht sein. Die Filtergeschwindigkeit sollte nicht über 60 m/h liegen, die Höhe der Sandschicht im Filter muss mindestens 0,3 Meter betragen.
Die Filterschärfe wird von der Korngröße beeinflusst: Je feiner der Sand, umso größer die Filterwirkung - allerdings verstopfen Filter mit großer Filterschärfe auch schneller.
Reinigen durch Rückspülen
Sandfilter werden durch Rückspülen gereinigt. Mit Druck wird Wasser von unten, d. h. in die Entgegengesetzte Richtung der normalen Umwälzbewegung in den Filter gepresst. Dadurch wird der Sand aufgewirbelt, die Schmutzpartikel lösen sich und werden als Schmutzwasser abgeleitet. Ist die Chlorkonzentration des Beckenwassers im normalen Bereich, kann dieses Schmutzwasser durch die normale Abwasserleitung entsorgt werden. Im Privatbereich sind die Chlormengen gering und beeinträchtigen die Kanalisation nicht. Freies Chlor wird ab einer Strecke von ca. 2 km bis zur Kläranlage praktisch zur völligen Unbedenklichkeit abgebaut. Auf jeden Fall sollten Sie vor dem Rückspülen nicht chloren.
Mehrschichtfilter
Diese Filter haben zwei oder mehrere Schichten mit unterschiedlichem spezifischem Gewicht und verschiedener Körnung. Dadurch setzen sich die verschiedenen Schichten so ab, dass die Korngrößen von oben nach unten abnehmen.
Eine Filterschicht aus Aktivkohle reduziert auch mögliche Geruchs- und Geschmacksstoffe, filtert allerdings auch das Chlor aus. Sie kann nicht gereinigt werden. Wenn die Belastungsgrenze der Kohle er reicht ist, muss sie ausgetauscht werden. Enthält der Mehrschichtfilter Aktivkohle, sind Schutzschichten in den Metallkesseln notwendig, denn Aktivkohle kann hochwertigen Edelstahl zerstören.
Bei der Desinfektion mittels Ozonmethode sind Aktivkohlefilter unbedingt notwendig. Die Filterkessel brauchen mehr Platz als Sandfilter. Die Rückspülgeschwindigkeit darf bei Mehrschichtfiltern 50 m/h nicht überschreiten!
Kartuschenfilter
Unter den Begriff Kartuschenfilter fallen alle Filter, deren Filtermedium aus Kunststoff besteht. Dazu gehört neben dem herkömmlichen Kartuschen- oder Kerzenfilter der Schaumstofffilter, dessen Filtermedium offenporiger Weichschaumstoff ist. Schaumstofffilter können im Gegensatz zu anderen Kartuschenfiltern rückgespült werden. Allerdings ist die komplette Reinigung des Filters kaum möglich, was die Gefahr von Verkeimung und Algenbildung erhöht.
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| Filterkessel |
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| Filterfunktion |
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| Kartuschenfilteranlage |
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Beim Kartuschenfilter werden die Verunreinigungen durch ein feinporiges Kunststoffvlies zurückgehalten. Es ist in der Kartusche meist sternförmig gefaltet und erreicht dadurch eine große Filteroberfläche. Wegen dieser großen Filteroberfläche ist nur eine sehr geringe Filtergeschwindigkeit von maximal 1,5 m/h möglich.
Kartuschenfilter sollten regelmäßig ausgetauscht werden, da weder eine regelmäßige Säuberung noch eine Rückspülung möglich sind. Wenn aber die Filteroberfläche glitschig ist, muss der Filter ausgebaut und vorsichtig händisch gesäubert werden. Bei günstigen Bedingungen sind mindestens zwei oder drei Kartuschen pro Badesaison notwendig.